„Kirche im Quartier“

Gemeindekooperationen in Braunschweig

 

Reformprojekt

„Kirche im Quartier“

   

Kurzbeschreibung

Durch die Kirchenleitung nach langjährigem Konsultations- und Beratungsprozess beschlossenen Möglichkeit, dass Kirchengemeinden auf Grund vertraglicher Vereinbarung in einem Quartier kooperieren können.

   

Wo?

Braunschweig (Kirchengemeinden der Innenstadt)

Landeskirche: Braunschweig

   

Wann?

1995-2003 (ff.)

   

  

 

I. Ausgangslage: Leitfragen

Wer handelt

Kirchenregierung und Landessynode

 

 

gegen Wen oder was

möglich und erwartet: traditionell gewachsene Strukturen, Gemeindeideologie, Arbeitsressourcen, Angst um Souveränität

 

 

Mit Wem oder was?

Arbeitsgruppe des Innenstadtkonvents der Probstei Braunschweig, Konsultationsprozess mit Kirchenvorständen und Pfarrkonvent Braunschweig

 

 

Was wird

Entgrenzung der Parochien, um in einer „flexiblen Kirche“ gleichermaßen parochiale, regionale und landeskirchenweite Angebote machen zu können. Möglichkeit der Kooperation in Quartieren

 

 

Warum

„Kirche in der Stadt will Kirche für die Stadt sein“

Veränderte religiöse Bedürfnisse der Kirchenglieder, die Nähe und einen weiteren Horizont wollen.

Parochialgemeinde ist überlastet, aber weiterhin nötig

 

 

Für Wen angestrebt?

sowohl die „treuen Kirchenfernen“, als auch die „kirchennahen Untreuen“ (7)

   

   

Ziele:

 

Die Arbeitsgruppe des Innenstadtkonvents der Probstei Braunschweig entwickelte das „Braunschweiger Modell“, das sich aus der Konzeption der „flexiblen Kirche“ ergeben sollte. Konkret wurde es auf das innere Ringgebiet und auf dessen hervorstechende Kirchen bezogen. Die Kirchen werden als äußere „Orientierungspunkte der „Kirche in der Stadt und für die Stadt““ verstanden. Erstmals wird nun der Begriff des „gemeindeübergreifenden Quartiers“ eingeführt. Inhaltlich bestimmt wird das gemeindeübergreifende Quartier als eine auf das Wohnumfeld bezogene Arbeit. „In einem Wohngebiet sollen Angebote gemacht werden, die gemeindeübergreifend begleitet werden. D.h., nicht jede Kirchengemeinde soll alles anbieten, sondern die Angebote sollen auf eine breitere Basis gestellt werden und durch die Vielfalt bereichert werden. Diese Durchlässigkeit bisheriger Gemeindegrenzen will

  

  • vorhandene Angebote konzentrieren und dadurch minimieren;

  • Arbeitsschwerpunkte ermöglichen, um für andere Bereiche Arbeitskapazitäten frei zu bekommen;

  • intensiver auf das Wohnumfeld eingehen, das in seiner Gesamtheit unabhängig von Gemeindegrenzen zu sehen ist;

  • Kompetenzerweiterung ermöglichen;

  • eine gemeinsame Identität der Innenstadtgemeinden schaffen;

  • Möglichkeiten zum eigenverantwortlichen Reagieren auf veränderte (kirchliche) Situationen eröffnen;

  • Freiraum schaffen für die Kirche und ihre Entwicklung in der Stadt.