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Entwicklung und Gemeindeaufbau in Bad Vilbel

Neuaufbau des Gemeindelebens in einer Kleinstadt

 

Reformprojekt

Entwicklung und Aufbau der Ev. Christuskirchengemeinde in Bad Vilbel:

 

 

Wo?

Bad Vilbel (EKHN)

 

 

Wann?

seit 1991

 

 

Kurzbeschreibung

Neuaufbau des Gemeindelebens in einer volkskirchlichen Gemeinde in einer Kleinstadt, unter Beteiligung möglichst vieler und unter Schaffung einer einladenden Atmosphäre. Mehrere Phasen unter Einschluss eines Leitbildprozesses.

Eines der primären Evaluationsergebnisse ist die Erkenntnis, dass der nachhaltige Aufbau volkskirchlicher Gemeinden nicht mit einem Einzelprojekt gelingen wird .Es funktionier nur durch die Verzahnung verschiedener Ansätze und Ziele.

 

 

 

 

I. Ausgangslage (1991-1995): Leitfragen

 

Wer handelt

Subjekt: Pastor Klaus Neumeier mit Mitarbeiter/innen

 

 

Wie

Ausgangssituation: Kernstadt des alten Vilbel; ca. 5000 Gemeindeglieder, d.i. 40% der Bevölkerung; Gemeindeleben und Gottesdienstbesuch nahm kontinuierlich ab; kein Gemeindebrief; Streitigkeiten unter Pastor/innen verschlechtern Gemeindeimage

Offenheit für neue Wege; grundsätzliche Unterstützung

Opponenten: z.T. reformunwillige Strukturen; z.B. Kursleiter/innen der ev. Familienbildungsstätte im Gemeindehaus ohne sichtbare Gemeindeanbindung

 

 

Mit Wem?

Adjuvanten: zahlreiche Ehrenamtliche; Gemeindezeitungsredaktion; Gottesdienstvorbereitungsgruppen;

 

 

Was wird

Objekt: „wir begannen von einer lebendigen und geistlichen Gemeinschaft zu träumen…“;  neuer Gemeindeaufbau der Christuskirchengemeinde.

 

 

Warum

Adressant: „Authentische Beziehungen sind die Voraussetzung aller Gemeindeaufbauarbeit“; Bestrebungen, eine neues, partnerschaftliches Verhältnis aller Mitarbeitenden untereinander zu entwickeln und eine einladende Atmosphäre zu schaffen

 

 

Für Wen angestrebt?

Adressat: Orientierung an volkskirchlicher Gemeinde; Erreichen neuer Zielgruppen

  

  

Ziele:

  

Zunächst nicht formuliert, erst im Nachhinein erschlossen:

  1. Konzentration auf die Beziehungsebene:

  2. Teamorientierung und ehrenamtliches Engagement:

  3. Aufbau und Pflege geeigneter Kommunikationsstrukturen „nach draußen“- Entwicklung einer Gemeindezeitung

  4. Aufbau neuer Arbeitsformen

  

Ziele 2003 im Rahmen des Leitbildprozesses:

  • Wir wollen durch vielfältige unterschiedlichste Angebote möglichst viele Menschen aus der Vilbeler Kernstadt erreichen und zur Auseinandersetzung mit Glaube und Kirche einladen. Dem sollen alle Angebote unserer Gemeinde erkennbar und profiliert dienen.

  • Wir ermutigen Menschen zur Beteiligung und Mitarbeit und wollen sie dabei fördern. Wir wollen Menschen helfen, eigene Wege des christlichen Glaubens zu finden.

  • Wir bieten dazu eine einladende Atmosphäre und Gemeinschaft an. Alle Gottesdienste und Veranstaltungen wollen wir so gut vorbereiten und gestalten, wie uns dies möglich ist.

  • Wir wollen verantwortliches Christsein in unserer Kirche, in unserer Stadt und Gesellschaft mit Offenheit und erkennbarem christlichen Profil leben. Dazu bringen wir uns über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus ein.

    

 

II. Zweite Phase (1995-2000): Leitfragen

 

Wer handelt

Subjekt: Pastor(en) mit zahlreichen Teams

 

Wie

Opponenten: Gemeindeglieder, die zu einzelnen Aktionen nicht mehr kommen

 

Mit Wem?

Adjuvanten: ständig wachsende Anzahl von ehrenamtlichen Mitarbeitenden und Leitenden; Ehrenamtsausschuss

 

Was wird

Objekt: Leitgedanke einer missionarischen, mitgliederorientierten Gemeinde, die mehr will als sie gegenwärtig hat.

Image einer zeitgemäßen, offenen und einladenden Kirchengemeinde.

Miteinander aller haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden mit vielfältigen tragfähigen Beziehungen.

 

 

Warum

Adressant: „Unsere Gesellschaft wird immer mehr zu einer Individualgesellschaft mit gleichzeitig immer pluraleren Erwartungshaltungen“

 

 

Für Wen angestrebt?

Adressat: „missionarischer Auftrag an kirchlich wenig oder gar nicht sozialisierten Mitbürgern“; „Wir können nicht allen alles werden, aber doch vielen die Gute Nachricht sagen!“

 

 

III. Dritte Phase (2000-2005): Leitfragen

 

Wer handelt

Subjekt: Pastor(en) und Teams

 

 

Wie

Opponenten: deutliche Reduzierung der hauptamtlichen Stellen; harte finanzielle Einschnitte

 

 

Mit Wem?

Adjuvanten: zusätzlich Förderverein und zahlreiche Sponsoren

 

 

Was wird

Objekt: Entwicklung eines Leitbildes; weiterhin die aktive und passive Beteiligung möglichst vieler Gemeindeglieder erreichen

 

 

Warum

Adressant: „Getragen von der Liebe Gottes wollen wir miteinander unseren Glauben in einer lebendigen Gemeinde vielseitig und lebensnah gestalten. Im Auftrag und begleitet von Jesus Christus sind wir für alle Menschen offen und laden sie ein, den Weg des Glaubens mitzugehen. Dabei bringen wir die Vielfalt unserer Erfahrungen mit Gott und unsere jeweiligen Fähigkeiten ein.“ (Leitbild 2003)

 

 

Für Wen angestrebt?

Adressat: möglichst viele Menschen aus der Vilbeler Kernstadt;